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SAC Aarau
Tourenbericht
Auf vergessenen Übergängen vom Piemont ins Wallis
Tourenbericht
Bericht
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Am Freitag war noch fast Ausschlafen angesagt. Die S-Bahn Richtung Süden fuhr erst um 08:40h in Aarau los. In Olten konnten wir komfortabel in den direkten Zug nach Domodossola umsteigen. Wir vermissten einzig einen Speisewagen unterwegs. Am Zielbahnhof konnte unsere Wandergruppe auch Sitzplätze im Kleinbus ins Bognanco-Tal ergattern. In zügiger und kurviger Fahrt ging es hoch nach San Lorenzo, wo wir bei der Ankunft vom Mittagsglockenspiel der Dorfkirche empfangen wurden. Im Restaurant stillten wir uns Kaffeebedürfnis, bevor es steil losging. Erst durch's Dorf und später durch den Wald erreichten wir die schön angelegten Alpwege, die uns via Oraccia und dem Kreuz bei Vallaro zum Rifugio Alpe il Laghetto führten. Dort wurden wir, als einzige Gäste, vom umfangreichen Hüttenwartsteam freundlich empfangen und mit gutem Essen bewirtet. Die warme Dusche war noch das Tüpfelchen auf dem i.
Am nächsten Tagen zogen wir bei goldenen Morgenlicht Richtung Passo di Campo los. Beim gleichnamigen See war ein Badehalt angesagt. Weiter über den Passo Straciugo erreichten wir beim Uebergang von Pontimia wieder Schweizer Boden. Von hier aus war unser Ziel, der Zwischbergenpass mit seinen 3242m erstmals zu sehen. Der Weg führte uns via Alpe Paianascia hinunter zur Bachquerung bei Mürlini, die wir bravourös meisterten. Von da waren noch 1200Hm hoch zum Pass zu erklimmen. Nach der Seil-versicherten Stelle bei der Zibelenflue erreichten wir bald das Blockgelände auf den Resten des Zwischbergengletschers. Mit mehr oder weniger Glück versuchten wir einen wenig anstrengenden Weg zu finden. Die verwirrenden und teils üppigen Wegmarkierungen waren hier keine grosse Hilfe. Nach einer letzten Schlaufe erreichten wir den Pass und die vollbelegte Almageller Hütte dahinter am Abend.
Am Sonntagmorgen waren wir in der zweiten Zmorgeschicht um 7h eingeteilt. Viele andere Hüttengäste waren da schon ca. 2h unterwegs. Bei sonnigem Wanderwetter stiegen wir zur Almageller Alp ab, bevor es auf dem Almageller Höhenweg wieder hoch zum Kreuzboden ging. Die Aussicht ins Saastal sowie die Gipfel und Gletscher der Mischabelgruppe war atemberaubend. In der südlichen Ferne blinkte der Mattmark-Stausee. Beim Kreuzboden reduzierte sich unser Gruppe um zwei Personen, welche den Abstieg ins Tal mit einer rasanten Trottifahrt unternahmen. Die anderen zogen über den schönen Höhenweg weiter nach Grüebe, um von dort entlang der gurgelnden Tewaldji-Wasserleitung zur Postautostrecke Richtung Visp abzusteigen. Im gut besetzten gelben Wagen war der Umsteigepunkt bald erreicht. Die Fahrt im deklassierten 1.Klassewagen nach Bern war entspannt. Von dort war es nur noch ein Katzensprung nach Aarau.